22.07.12 - GERSFELD - Er ist eine Institution, gehört zum "Pflichtprogramm" von Besuchern und hat sich mit jährlich rund 60.000 Besuchern in Sachen "Fremdenverkehr" fest etabliert. Die Rede ist vom "Wildpark Gersfeld", der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Jüngere Besucher erfreuen sich vor allem nicht nur an den Tieren wie Rehe, Hirsche, Wildschweine, Birkhühner oder auch Schafen und Ziegen - die manche nur noch aus dem Fernsehen kennen - sondern schätzen auch die Möglichkeit etwa im Bereich des Streichelzoos den Vierbeiner "hautnah" zu sein. Für die "Großen" locken zwar auch die Tiere, aber es dürfte vor allem das bis zu 50 Hektar große Gelände sein, das auch zum Entdecken, Spazierengehen und Natur genießen einlädt.
Die 60.000 Besucher pro Jahr sind nach den Worten von Tourismuschef Norbert Filke "unverzichtbar", denn bei einem Besuch lassen sie oftmals vorher oder nachher auch Geld in der Stadt selbst. Überwiegend kommen die Besucher aus dem benachbarten Unterfranken, Südthüringen und natürlich Osthessen.
Der neue Gersfelder Bürgermeister Peter Wolff (FDP) möchte gerne den Tierpark und seine Bewohner noch attraktiver machen - vielleicht durch ein angegliedertes Schulungs- oder Informationszentrum. Und jeder tierliebende Ínteressent soll sich möglich auch engagieren und eine "stärkere emotionale Bindung" eingehen: in Form einer "Tierpatenschaft", deren Summe (ab 20 euro) frei gewählt werden kann. "Beweisen Sie echte Freundschaft und unterstützen eine artgereche und naturnahe Haltung unserer Wildparkbewohner. Wir finanzieren aus den Spenden Futtermittel, Pflege oder gestalten Lebensräume neu" heißt es auf einem Flyer. Und das Besondere: der/die Spender dürfen sich sogar einen Namen für das Patentier aussuchen.
Und wie beliebt bzw. groß die Anziehungskraft des Gersfelder Wildparkes ist, das zeigte sich in diesem Tagen beim "Jubiläumstag" mit "offenen Türen" ohne Eintrittsgeld und vielen Vorführungen. Das Spektrum reichte von Flugvorführungen aus der Falknerei Walter aus Duisburg, dem großen KInderspielplatz, Pony-Reiten und Kanin-Hop, aber auch Yak-Reiten, "Schnitzereien" mit der Motorsäge und natürlich viel Musik, Pommes und Würstchen.
Mal abgesehen von der etwas chaotischen Parksituation mit einer dreispurigen "Blechlawine" auf dem Zufahrtswege war es ein gelungenes Fest. Kommen sonst an guten Tagen etwa 700 Besucher, so dürften es nach Schätzungen des zufrieden wirkenden Bürgermeisters "an die 5.000 Besucher" gewesen sein, die sich den Jubiläumstag nicht entgehen lassen wollten. Und auch Hermann Bleuel, der Leiter des Wildparks, ist ganz sicher: dieser Tag war für viele Besucher eine Art "Initialzündung", sie werden bestimmt noch einmal wiederkommen und dann den Wildpark und seine Bewohner "richtig und in Ruhe kennenlernen" (ma) +++  |