30.07.12 - Sandberg-Waldberg - Mit einem großen Fest feierte Waldberg die Fertigstellung und Einweihung des Dorfzentrums. „Tradition bewahren, Zukunft gestalten", das sei die Überschrift unter die Waldberg sich gestellt habe, hob Dekan Pfarrer Dr. Andreas Krefft bei der Begrüßung hervor. Die Gemeinde Waldberg hatte gleich doppelten Grund zum Feiern: die Fertigstellung der neuen Begegnungsstätte und die Feier des Dorffestes.
Pfarrer Krefft freute sich, dass so viele Waldberger aber auch Freunde und Wegbegleiter der Sanierungsarbeiten der Einladung zum Festgottesdienst folgten. Allen voran Landrat Thomas Habermann und seine Eltern, sowie Jürgen Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes dankte Krefft in seiner Ansprache für die großartige Unterstützung die Waldberg von Seiten der Fördermittelgeber erfahren habe. Das Ziel des Amt für ländliche Entwicklung sei die Förderung und Verbesserung und zukunftsgerechte Gestaltung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum. Mit großem persönlichem Engagement habe sich Jürgen Eisentraut für Waldberg eingesetzt. Doch ohne das ehrenamtliche Engagement der vielen Waldberger wäre die Sanierung und der Umbau des ehemaligen Pfarrhauses zum Dorf- und Kommunikationszentrum und zur Anlaufstätte für Wallfahrer nicht möglich gewesen. „Gemeinsam arbeiten und verantwortungsbewusst handeln, das bündelte die Kräfte", so Pfarrer Krefft.
Bis zuletzt beobachteten die Verantwortlichen bangen Blicks den Himmel. Doch es blieb trocken, sogar die Sonne schien, als die offizielle Übergabe des neuen Dorfzentrums gefeiert wurde. Viele Dankesworte wurden gesprochen. Die Segnung der neuen Anlage nahm Weihbischof em. Bauer vor, bat um Gottes Schutz und Segen für alle Menschen, die hier ein- und ausgehen werden. Jürgen Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung bezeichnete Waldberg als ein frisches, vitales Dorf voller Leben, in dem Gemeinschaft groß geschrieben wird. Mit den neuen Dorfzentrum habe Waldberg nun ein Herz, einen Ort, der Takt und Puls im Dorfleben vorgibt. Neben der Stärkung der Dorfgemeinschaft in Waldberg stelle diese Maßnahme auch eine erhebliche Verbesserung der bisher nicht zufriedenstellenden Situation für die Wallfahrer dar. Die neu errichtete Bühne mit Freisitz und die Toilettenanlage wurden im Hinblick auch auf diese Wallfahrten, die sich meist in Waldberg konzentrieren, großräumiger geplant und umgesetzt. Mit der neuen Dorfmitte und seinen überregionalen Funktionen sei ein Zentrum entstanden, dass für den ganzen Landkreis Rhön-Grabfeld und darüber hinaus beispielgebend sei.
Die bislang zugesagten Fördermittel in Höhe von 170.000 Euro aus Mitteln der Europäischen Union werden noch weiter aufgestockt, um den Eigenanteil der Kirchenstiftung zu mindern. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei 640.000 Euro. Bisher habe Waldberg sich den Wallfahrern gegenüber stets gastfreundschaftlich gezeigt, und das über Generationen hinweg. „600 Wallfahrer in den Höfen und Gärten zu bewirten, war sicher nicht so einfach." Das neue Dorfzentrum mit Sanitäranlagen für die Wallfahrer und genügend Raum zum Rasten, werde manches sicher einfacher machen. Doch bat er darum, dass die Verpflegung auch künftig in bewährter Weise angeboten wird. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, er braucht auch einen guten Streuselkuchen." Sein Dank ging an alle die sich mit materiellen und finanziellen Beiträgen beteiligten. „Teilweise wurden fünfstellige Summen gespendet". 5.000 ehrenamtliche Stunden an Eigenleistung, das sei für ein Dorf wie Waldberg eine gewaltige Leistung.+++
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