15.07.12 - HOFBIEBER - Heute wird in Hofbieber die Nachfolge vom im März dieses Jahres zurückgetretenen Bürgermeister Marcus Schafft(CDU) entschieden. Welcher von den fünf angetretenen Kandidaten - bis auf einen alle parteilose Bewerber - schließlich das Rennen macht, scheint den 4.770 Wahlberechtigten keinesfalls gleichgültig zu sein. Bei der Bürgermeisterdirektwahl in der 6.200-Einwohner Gemeinde scheint sich schon jetzt eine hohe Wahlbeteiligung abzuzeichnen. Ein Zeichen dafür ist der signifikant große Anteil an Briefwählern - allein im Ortsteil Elters lag er bei bei 25 Prozent. Als Marcus Schafft 2008 als einziger Kandidat zur Bürgermeister-Wahl antrat und 84,7 Prozent erreichte, lag die Wahlbeteiligung insgesamt nur bei 49,9 Prozent.
Über das inzwischen vorliegende Ergebnis (Sieger Markus Röder) lesen Sie den EXTRA-Bericht unter http://www.osthessen-news.de/beitrag_J.php?id=1216798
Für mediale Aufmerksamkeit sorgte im Vorfeld die Tatsache, dass der 62-jährige Kandidat Dr. Gerhard Rudi Pelz aus Margretenhaun, der von einer unabhängigen Wählergruppierung unterstützt wird, nach seiner Nominierung der Piratenpartei beitrat. Sollte er die Mehrheit der Wähler in Hofbieber gewinnen, wäre er der erste Bürgermeister mit Piraten-Parteibuch in der Bundesrepublik. Zwar gibt es bereits zwei Rathauschefs, die der Piratenpartei angehören. Diese seien aber erst nach ihrer Wahl in die Partei eingetreten.
Ohne eigene Parteizugehörigkeit - dafür aber von allen im Gemeindeparlament vertretenen Fraktionen (CDU, CWE, SPD, Grünen und FDP) ausgewählt, nominiert und im Wahlkampf unterstützt wird der 41-jährige Betriebswirt Markus Röder aus Elters. Er setzt eigenem Bekunden nach auf Sachpolitik und Dialog. Er zeigte sich heute Morgen bei der Stimmabgabe im Bürgerhaus von Elters optimistisch.
Die drei weiteren Kandidaten, der 50-jährige Bernd Hoyer, Michael Wingenfeld (45) und Jürgen Goldbach (54) stammen alle aus Hofbieber und treten als unabhängige Bewerber um den Rathauschefsessel an. Hoyer ist Maschinenbau-Ingenieur, Wingenfeld Postbeamter und Goldbach kaufmännischer Angestellter.
Es wäre nicht das erste Mal, dass trotz mehrerer Bewerber sich einer im ersten Wahl durchsetzt - zuletzt war das in der Gemeinde Flieden gewesen. Sollte keiner der fünf Bewerber sich im ersten Wahlgang durchsetzen und über 50 Prozent der Stimmen bekommen, wird in zwei Wochen am 29. Juli die Stichwahl stattfinden. Die 16 Wahllokale in Hofbieber und den Ortsteilen sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Mit den ersten Ergebnissen wird kurz nach Schließung der Wahllokale gegen 18.15 Uhr gerechnet. Im Gemeindezentrum in Hofbieber werden heute Abend im großen Saal die ausgezählten Stimmen veröffentlicht. Alle Kandidaten wollen dabei anwesend sein.
Die Redaktion von osthessen-news berichtet zeitnah ab 18 Uhr von der spannenden Wahl um den künftigen Bürgermeister von Hofbieber.+++ 
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