15.07.12 - FULDA - Es war so, wie der Mensch ist: wie er lebt, was er tut, was gerne macht und was ihm viel bedeutet. Fastnacht, Kultur, Tanz und Musik - diese vier Elemente bestimmten den festlichen Empfang von Landrat Bernd Woide (CDU). Und zwischendurch: kurze Reden, Glückwünsche, Präsente. Der Grund für die Einladung: der Kreischef feierte am Samstag seinen 50. Geburtstag - mit ihm rund 100 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und dem öffentlichen Leben sowie seine Frau Carmen und die beiden Kinder Emma und Paul. Unter den "VIPs" waren neben einer Vielzahl von Bürgermeistern, Magistratsmitgliedern und Kommunalpolitikern auch Osthessens Polizeipräsident Alfons Georg Hoff, Polizei-Vize Günther Voß, Klinikum-Vorstand Dr. Thomas Menzel, Malteser-Präsident Constantin von Brandenstein-Zeppelin, der ehemalige hessische Wirtschaftsminister und Ex-OB Dr. Alois Rhiel, IHK-Präsident Bernhard Juchheim, GWV-Chef Martin Heun oder GROMO-Inhaber Wolfgang Wehner.
"Bei ihm weiß man, woran man ist und das ist nicht selbstverständlich", lobte Woides Vorgänger Landrat a.D. Fritz Kramer in seiner Laudatio und sagte: "Wenn ich noch ein politisches Amt inne hätte, würde ich Sie kniefällig bitten, mir ihr Geheimnis für den Erfolg zu verraten." Im Namen der 23 Städte und Gemeinden im Kreis Fulda gratulierte der Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU). Er beschrieb den Landrat als einen offen, bodenständigen, zugänglichen, geselligen und bürgernahen Menschen mit einem "kooperativen Grundverständnis" und einem "deutlichen Bekenntnis zum Ehrenamt" - "und das macht Sie so unverwechselbar." Ein Beweis daür ist etwa der "Kirmes-Rekord". Denn an einem Sonntag besuchte Woide im letzten Jahr acht Kirmes-Veranstaltungen.
Als inoffizieller Sprecher der über 200 Ortsteile im Kreis Fulda ergriff Stefan Darnieder (Steinhaus) das Wort. Für ihn ist Landrat Woide der Lokführer des Fulda-Expresses - einem Schnellzug unter vielen Bummel-Zügen. "Wir wünschen Ihnen für die nächsten Jahre noch viel Dampf", sagte Darnieder - "und die Voraussetzungen sind gut". Sein originalles Geschenk: der Live-Auftritt der Jazz-Tanzgruppe. Und von den acht jungen Damen gabs dann noch ein Küsschen und rote Rosen für den strahlenden Jubilar.
Für die 1.000 Mitarbeiter der Kreisverwaltung gratulierte Personalratsvorsitzender Paul Weber. Ihr Geschenk - überreicht von Woides Bürochef Peter Malolepszy und Matthias Reinhardt: eine Schubkarre und dazu eine Rhöner Holzlieferung. Und dann plauderte Woides ehemaliger Kommilitone Dr. Peter Ruhnau ein bisschen aus dem Nähkästchen. So hieß es etwa in den Berichten "aus den alten Göttinger Zeiten": Wenn man Bernd Woide als Studenten gefragt hatte, was er denn später nach dem Studium einmal machen wolle, habe er immer ganz selbstbewusst gesagt: "Oberkreisdirektor oder Landrat."
Richtig genossen hat Landrat Woide den Auftritt der Mambo Kingx mit ihrem dem bekannten Fulda-Hit "Heimat" und den Auftritt von "Moni aus Büchenberg" mit dem handgemachten Musikstück "Der Landrat wird heut 50 Jahr ...". Das passende Geburtstagsständchen präsentierte die "Amtskappelle" - bestehend aus Mitarbeitern des Landratsamts. Beim großen Finale gaben Vize-Landrat Dr. Heiko Wingenfeld - er hatte die Feier federführend organisiert - und sein Team noch einmal richtig Gas. Sie präsentierten das Woide-Lied -angelehnt an den Udo-Lindenberg-Song "Mein Ding".
Nach dem offiziellen Teil gab es - wie sich das für Fulda gehört - ein frisch gezapftes Hochstift-Bier und wie sagte OB Möller noch in seinen Schlussworten: "ad multos annos" - das bedeutet "auf viele Jahre". Und dem kann sich auch die Redaktion von "osthessen-news anschließen. (Christian P. Stadtfeld). +++
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