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Operation „Teddys für Kabul“ - Heiko HERRLICH übergab Stofftiere in Klinik

26.07.10 - Hilders/Kabul - Die Marktgemeinde Hilders hat Anfang März 2010 zusammen mit der Reservistenkameradschaft Hilders eine Spielzeugsammlung für die „Irene-Salimi-Klinik“ in Kabul (Afghanistan) durchgeführt. Die Mitarbeiter der Klinik möchten ihren Dank ausrichten und freuten sich über das Engagement aus Osthessen, wie die Reservistenkameradschaft in einer Pressemitteilung erklärte. Aufgrund des übergroßen und so nicht zu erwartenden Ansturms bei der Abgabe von Teddys und Spielsachen konnte nur ein Bruchteil der abgegebenen Spenden kurzfristig nach Kabul gebracht werden. Dies jedoch gerade noch so rechtzeitig, dass der Hilderser Heiko Herrlich, drei Tage vor seinem Rückflug, die Spenden noch persönlich überbringen und sich ein Bild von der Klinik machen konnte.

Die Klinik ist Anlaufpunkt für viele verzweifelte Eltern aus ganz Afghanistan, die für das Wohl ihres Kindes vielmals ihre Existenz aufs Spiel setzen und den teils sehr weiten und unbequemen Weg nach Kabul auf sich nehmen. Zum momentanen Zeitpunkt wird die Klinik durch den Einbau einer Heizung so umfassend modernisiert, dass zukünftig auch ganzjährig Kinder mit ihren Müttern stationär aufgenommen und von einem zehnköpfigen Ärzteteam behandelt und ggf. operiert werden können. Bisher ist die Lage insbesondere leider noch so, dass spätestens von November an witterungsbedingt nur noch die ambulante Versorgung der Kinder möglich ist und dieser Zustand dann, abhängig von der Strenge des Winters, bis März andauert.

Der hohe Stellenwert dieser Kinderklinik zeigt sich an der Anzahl der bislang in diesem Jahr ambulant behandelten Kinder. Bisher wurden über 1.100 Behandlungen registriert. In einem „normalen“ Jahr nimmt die Klinik etwa 600 Patienten stationär auf und führt knapp 700 Operationen durch. Nach der Wiedereröffnung sollen diese Zahlen nahe an die 1000er-Marke heranreichen, wobei damit auch die Obergrenze der Kapazität dieser Einrichtung erreicht sein wird.

Dank der zahlreichen und großzügigen Spenden bekommt zukünftig - so hat es der Leiter der Klinik verprochen - jedes stationär behandelte Kind bei Verlassen der Klinik einen Teddy als Andenken und Zeichen für einen Neustart. Die Koordination der weiteren Transports der Spenden ins Einsatzland wird momentan auf Hochtouren vorangetrieben und soll in den nächsten Tagen erfolgen. Eine Übergabe der Güter an die Klinik ist durch die vor Ort befindlichen Soldaten sichergestellt und bereits abgesprochen, erklärte die Reservistenkameradschaft Osthessen abschließend. +++

Übergabe der Spenden vor dem Krankenhaus in Kabul.

Der Hilderser Bürgermeister Blum packte beim Verladen in Hilders mit an.


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