18.07.10 - MOTORSPORT 1 - Lance David Arnold und Christian Menzel heißen die strahlenden Sieger des 33. RCM DMV Grenzlandrennens. Im Porsche 911 GT3 R vom Haribo Team Manthey gewannen sie nach 4 Stunden mit einem Vorsprung von 25,994 Sekunden vor Hans-Joachim Stuck, Frank Stippler und Marc Basseng. Diese errangen damit zum dritten Mal in Folge Platz 2. Zum ersten Mal in diesem Jahr fuhren Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marc Gindorf im weiteren Manthey Porsche GT3 R aufs Podest.
Zum Foto links: Teamchef Herbert Lingmann (li), Christian Leutheuser und Daniel Keilwitz (re) fiebern dem Fahrerwechsel entgegen.
Das unter der Bewerbung MSC Rhön startende Team Lingmann aus Bad Königshofen war wie berichtet, mit drei Autos angetreten. Das Team mit den Jungtalenten Christopher Haase, Daniel Keilwitz und Routinier Martin Tschornia fuhr erwartungsgemäß ein Superrennen. Leider wurden sie durch ein technisches Problem zurück geworfen und konnten ihr wahres Potential nicht ausschöpfen. Nach spannenden Kämpfen mit dem Porsche 911 GT3 von Schratz/Siegler und Schmersal/Koslowski im BMW Z4, die das Team zeitweise von den Sitzen riss, waren sie immer auf Stoßstangenhöhe mit ihren Konkurrenten. Startfahrer Christopher Haase übergab nach 9 Runden an P2 liegend an Daniel Keilwitz. Dieser war ebenfalls so schnell und kämpferisch wie sein Teamkollege.
Plötzlich um 14:24 Uhr die Schocknachricht: „Stehe mit leuchtender Ölwarnlampe im Bereich Breitscheid“! Sofort wurde ein Servicefahrzeug mit Öl und Martin Tschornia an Bord losgejagt. Die Inspektion ergab, dass sich eine Dichtung verabschiedet hatte und so zu dem Ölverlust geführt hatte. Zwischenzeitlich hatte Tschornia am Steuer Platz genommen und nach dem Okay des Mechanikers nahm er das Rennen wieder auf. Im vollen Bewusstsein, dass der Motor gesund ist, drehte auch er gewaltig auf. Allerdings musste das Fahrzeug in relativ kurzen Abständen immer wieder zum Öl nachfüllen an die Box. Doch das Team bewies Ehrgeiz und fuhr ohne Druck eine schnelle Runde nach der anderen. Insbesondere Christopher Haase ließ in der Schlussphase nochmals sein großes Talent aufblitzen. Mit Rundenzeiten unter 9 Minuten festigte er Platz 3, in einem dramatischen Rennen.
Auch in der Klasse H3 ging es nicht minder spannend zu. Ulli Packeisen und Hubert Nacken hatten beide einen glänzenden Tag erwischt. Nach Platz 2 im Qualifying, war eine gute Grundlage für das Rennen geschaffen. Der Abstand den Polesettern Bauer/Förster, mit der Startnummer 26, betrug zwar runde 8 Sekunden aber die beiden Lingmänner hatten natürlich nicht die Katze aus dem Sack gelassen. Vom Start weg entbrannte ein heißer Zweikampf zwischen den beiden Trainingsschnellsten. Packeisen als Startfahrer setzte die 26 gewaltig unter Druck.
Die brachiale Leistung des ehemaligen SP5 Autos von Bauer/Förster, konnte nur durch kontinuierliche schnelle Rundenzeiten aufgefangen werden, was Packeisen in hervorragender Manier auch gelang. Nacken verfolgte am Monitor in höchster Anspannung die Jagd seines Kollegen. Nach dem Boxenstopp mit Fahrerwechsel knüpfte der wie elektrisiert wirkende Hubert Nacken nahtlos an die Leistung seines Partners an. Dann in der Schlussphase verschwand die 26 vom Zeitnahmemonitor und der Weg war verdient frei, für die H3-Toppiloten. Klassensieg und Platz 2 in der Gruppe, wo sie sich nur dem historischen Porsche 935 von Torwesten beugen mussten.
Pechvögel des Tages waren die Stammbesatzung des BMW M3 der Klasse SP5. Christian Leutheuser, Alex Schula und Wolfgang Kudrass waren hoch motiviert. Schula legte in der ersten Trainingssitzung tolle 9:02,818 vor, was Platz 2 bedeutete. So hätten Christian Leutheuser und Wolfgang Kudrass nur noch ihren Pflichtturn fahren und die Feinabstimmung optimieren müssen. Kudrass, der offensichtlich nicht seinen besten Tag erwischt hatte, setzte im Schwalbenschwanz den Boliden nach einem Fahrfehler so brutal in die Leitplanken, dass die hintere rechte Halbachse komplett herausgerissen wurde. Total beschädigt hing somit der BMW in den Leitschienen. Aus der Traum von einer weiteren guten Platzierung und Bodengutmachung in der Gesamtwertung der Serie. Dies soll nun beim Saisonhöhepunkt, dem 6-Stunden-Rennen, am 31.07. gelingen, bevor die VLN Sommerpause bis zum 25. September macht. (kh) +++
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