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Neues Konzept von Pro Bahn & Bus: RHÖNBAHN-NACHTBUS zum Schützenfest

24.07.12 - REGION - Der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus e.V. startet zum diesjährigen Fuldaer Schützen- und Volksfest erstmals Nachtbusverkehre als Ergänzung zum Rhönbahn-Zugfahrplan: den „RHÖNBAHN-NACHTBUS". Dieser Sonderbusverkehr fährt jeweils an den Freitag- und Samstagabenden der beiden Schützenfest-Wochenenden (27.-/28. Juli und 3.-/4. August) ab dem Festgelände Ochsenwiese entlang den Orten der Rhönbahn bis nach Gersfeld.Die Sonderbusse starten ab der Bushaltestelle „Ochsenwiese, Magdeburger Straße" (gegenüber Hauptein-gang des Festplatzes) um 23.20 Uhr und um 1.00 Uhr über den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und fahren weiter nach Gersfeld(Rhön) über Eichenzell. Welkers, Rönshausen, Lütter, Ried, Schmalnau, Hettenhausen, Altenfeld und Abzweig Maiersbach. Für diese Rhönbahn-Nachtbusfahrten gilt ausschließlich ein Sondertarif (bis Lütter 3 € , darüber hinaus 4 €), Karten des Verkehrsverbundes können nicht anerkannt werden.

Hintergrund dieser Sonderverkehrsplanung seitens Pro Bahn & Bus ist der Aspekt der Verkehrssicherheit. Daher verkehren diese Sonderfahrten unter dem Motto „SICHER NACH HAUSE", so Stefan Sitzmann, Vorstandsmitglied des Verbandes. Die häufigen alkoholbedingten Verkehrsunfälle, insbesondere im nächt-lichen Freizeit-, Disco- und Festverkehr der Vergangenheit waren und sind Motivation für Pro Bahn & Bus, hier Alternativangebote zu gestalten. Eigentlich sei Planung und Durchführung von Event-Sonderverkehren Aufgabe der Verkehrsverbünde und Verkehrsgesellschaften, doch ohne massive Gegenfinanzierung von Kommunen oder Veranstalter geschieht hier bislang kaum etwas.Die schrecklichen Verkehrsunfälle mit jungen Menschen die in jüngster Zeit, insbesondere im Landkreis Fulda, gerade zur Nachtzeit geschehen sind, waren für den Fahrgastverband nunmehr Anlass um auch in Osthessen ein erstes Zeichen in Sachen Nachtverkehrsangebot im Öffentlichen Verkehr zu setzen. Der Start dieses Projekts erfolgt nun auf der Relation Fulda – Gersfeld. Hier engagiert sich Pro Bahn & Bus seit fast 25 Jahren mit Erfolg für die Rettung und Modernisierung der Rhönbahn, die seit Jahren mit modernsten Schienenfahrzeugen im dichten Takt täglich zwischen Fulda und der Rhönstadt Gersfeld verkehrt.

Allerdings fährt gegen 22 Uhr der letzte Zug auf der Rhönbahn, sodass sich hier ein abendlicher Ergänzungsverkehr mit Bussen anbietet. Zum Projektstart wurden die beiden Wochenenden des traditionellen Fuldaer Schützen- & Volksfestes ausgewählt, da hier erfahrungsgemäß ein verstärktes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist und kein adäquates ÖPNV-Angebot in den Abend- und Nachtstunden geboten wird. Ursprünglich sollte jeweils ein Spätzug von Fulda nach Gersfeld verkehren. Dies scheiterte jedoch an den Preisvorstellungen des Verkehrsverbundes und der zeitlich verzögerten Angebotserstellung.Pro Bahn & Bus dankt besonders Herrn Generalunternehmer Heiner Distel, der sich sofort für das Projekt begeisterte und seine Unterstützung, auch finanzieller Art, zusagte. Hierbei muss erwähnt werden, dass trotz ehrenamtlicher Arbeit die Gesamtkosten des Nachtbus-Sonderbusverkehrs kaum durch die Fahrgeld-einnahmen gedeckt werden können, da man den Schützenfestbesuchern moderate Tarife anbieten wolle. Daher sind weitere Spenden und Sponsoren für dieses Projekt notwendig, um es über diese erste Versuchsphase hinaus auch weiter entwickeln zu können.

Mehr Infos darüber sowie zum kompletten Fahrplan und die Arbeit des gemeinnützigen Fahrgastverbandes unter www.probahn-bus.org .Grundsätzlich plädiert Pro Bahn & Bus für die generelle Einführung eines nächtlichen Sonderverkehrs im Landkreis Fulda an Freitag- und Samstagabenden, um Kneipen- und Discogängern ein sicheres Nachhause-kommen zu ermöglichen. Auch ein regelmäßiger Nachtbusverkehr im Gebiet des Fuldaer Stadtbusses sei dringend anzuraten – in anderen Städten vergleichbarer Größenordnung gibt es solche Angebote schon seit Jahren mit Erfolg. Leider ist es Pro Bahn & Bus kurzfristig nicht gelungen das zuständige Verkehrsunternehmen davon zu überzeugen, anlässlich des Schützenfestes die Stadtbusse freitags und samstags jeweils eine Stunde länger verkehren zu lassen, damit die Besucher aus dem Stadtgebiet und den angeschlossenen Anliegerkommunen ebenfalls mit dem ÖPNV zum Schützenfest und wieder zurück sicher gelangen.+++


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