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"Der Nachwuchs fehlt" - Irena Sendler Schule schließt ihre Außenstelle

21.07.12 - Bischofsheim - Die Nachricht, dass die Außenstelle  Irena-Sendler-Schule in Bischofsheim zum Schuljahrsende schließt wurde in Bischofsheim mit Bedauern aufgenommen. „Künftig müssen die Kinder eine weitere Fahrtstrecke in Kauf nehmen“, kommentiere eine Mutter  die Entscheidung der Schulleitung und des Träger Caritas-Schulen gGmbH  Würzburg. Unter der Überschrift „Alles hat seine Zeit“ gab Renate Mock, die Schulleiterin der Irena-Sendler-Schule, Sonderpädagogischen Förderzentrum, Hohenroth, am Dienstag dieser Woche eine Presseerklärung  heraus.

Die Stellvertretende Schulleiterin Dietlinde Brüggemann versicherte,  dass die Entscheidungsträger sich diese Entscheidung nicht leicht machten. „Es sind die zurückgehenden Kinderzahlen, die uns zu diesem  Schritt gezwungen haben. Es fehlt uns in Bischofsheim der Nachwuchs.“ Im Schuljahr 1998/99 wurde die Außenstelle in Bischofsheim der  Irena-Sendler-Schule für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und  Sprachauffälligkeiten im Alter von drei bis zur Einschulung, gegründet.  Die einzelnen Gruppen wurden von einer heilpädagogischen Förderlehrerin  geleitet, am Nachmittag von einer Erzieherin mit der Unterstützung einer  Kinderpflegerin. Für Diagnostik, Beratung und Einzelförderung war eine  Sonderschullehrerin zuständig, die auch die Außenstelle leitete. In den letzten Jahren seien die Kinderzahlen kontinuierlich rückläufig  gewesen. Nicht, weil die Schulvorbreitende Einrichtung an Attraktivität  verlor sondern, sondern weil eben nicht mehr genug Kinder geboren  werden, um die ursprünglich dreigruppige Einrichtung zu füllen.

Nach der Eröffnung der Außenstelle Bischofsheim wurden auch Kinder aus  Riedenberg oder den an Bischofsheim angrenzenden Ortschaften des  Landkreises Bad Kissingens versorgt. „Mit der Einrichtung zweier Sonderpädagogischer Förderzentren im  Landkreis Bad Kissingen 2005 wurden am Förderort Bischofsheim nur noch  Kinder aus dem westlichen Gebiet des Landkreises Rhön-Grabfelds  aufgenommen. Diese Tatsache und der starke Geburtenrückgang in unserem  Landkreis hatte die Verkleinerung bzw. Auflösung der Außenstelle  Bischofsheim zur Folge“, heißt es in der Presseerklärung. Für das 2006 eröffnete Sonderpädagogische Förderzentrum in Rhön-Grabfeld  – die Irena-Sendler-Schule (ISS) war die Anzahl der vorgehaltenen Plätze  in der Außenstelle Bischofsheim zu hoch. Die Gruppenzahl wurde in der  Folge von drei auf zwei reduziert.

Für das kommende Schuljahr hätte wäre es dann nur noch eine Gruppe  gewesen. „Eine eingruppige Außenstelle ist nicht haltbar“, sagte  Brüggemann. „Aus wirtschaftlicher wie auch aus personeller Sicht, kann  das nicht geleistet werden.“ So musste die Entscheidung getroffen werden  die Außenstelle zu schließen. „Wir haben wirklich alles probiert, die  Einrichtung so lange wie möglich zu halten.“ Alle Kinder, die bislang die Irena-Sendler-Schule in Bischofsheim  besuchten, werden ab dem nächsten Schuljahr in Hohenroth untergebracht.  „Arbeitsplätze werden keinen verloren gehen, das pädagogische Personal  wird mit den Kinden nach Hohenroth umziehen“, erklärte Brüggemann. „In  unserem Stammhaus in Hohenroth haben wir Räume zur Verfügung, auch vor  diesem Hintergrund war es schwierig das Haus in Bischofsheim zu halten.“

Der Kontakt zu Bischofsheim soll aber nicht verloren gehen. Ausflüge ins  „Haus der kleinen Wunder“ mit den bewährten „Forschereinsätzen“ oder ins  liebgewonnene Café Voll wird es sicherlich geben. Mit einem feierlichen Abschiedsgottesdienst am Dienstag, den 24.07.2012,  um 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Georg in Bischofsheim sagen die  Kinder sowie das Bischofsheimer-Team der Irena-Sendler-Schule auf  Wiedersehen und Lebewohl. Dazu sind alle Eltern, ehemalige Eltern und  alle Bischofsheimer, die dieser Einrichtung verbunden sind oder  Interesse daran haben, herzlich eingeladen. +++


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