10.07.12 - Bad Neustadt - Am Freitag eröffnete Bundestagsabgeordnete Susanne Kastner (SPD) in der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle in Bad Neustadt die Wanderausstellung „Deutscher Bundestag“. Sie wird von Christian Schroth begleitet und ist vorrangig auch für schulische Bildung gedacht. Auf zwanzig Schautafeln werden die wesentlichen Informationen über Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments und seiner Abgeordneten vermittelt.
Im Bild: Bundestagsabgeordnete Susanne Kastner (zweite von links) eröffnete in der Sparkasse Bad Neustadt die Wanderausstellung „Deutscher Bundestag“. Mit im Bild sind Bürgermeister Bruno Altrichter (von rechts) mit Angelika Zotter (Sparkasse), Christian Schroth, Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar und stellvertretender Landrat Hellmut Will (Foto: Partl).
Auf zwei Computerterminals können Filme, multimediale Anwendungen und der Internetauftritt des Deutschen Bundestages angeschaut werden. Auch liegt reichlich Informationsmaterial aus. Angelika Zotter, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bad Neustadt, freute sich schon jetzt auf das bereits im Vorfeld bekundete starke Interesse örtlicher Schulen. Weil die Politikverdrossenheit in der Gesellschaft so nicht länger hingenommen werden könne, befand Bürgermeister Bruno Altrichter die Aufklärung von der Basis her als sehr wertvoll. Nicht umsonst seien freie Wahlen wesentlich für das Funktionieren einer Demokratie. Mündige Bürger müssten wissen, was in der Politik im Kleinen zu Hause und vor allem auch in der großen Politik der Bundeshauptstadt vor sich geht. Politiker decken ein breites Spektrum ab dafür, dass die Menschen ihres Landes in Wohlstand, Frieden und Freiheit leben können, brach er eine Lanze für seine deutschen Kollegen. Susanne Kastner gehört seit über 23 Jahren dem Deutschen Bundestag an.
„Mir persönlich war und ist der enge Kontakt zur Bevölkerung sehr wichtig“, versicherte sie in ihrer Ansprache. Auch wenn sie in ihrem riesigen Wahlkreis natürlich nicht überall gleichzeitig präsent sein könne, so gebe es doch mehrere Bürgerbüros mit Ansprechpartnern vor Ort. Neben dem direkten Austausch sei ihr als Abgeordnete selbstverständlich auch die Information über den Deutschen Bundestag als „demokratische Institution“ ein wichtiges Anliegen. Jährlich empfängt Kastner weit über 600 Besucher in Berlin, die im Reichstag die Arbeitsweise des Parlaments hautnah erleben können, erinnerte sie. Diese Besuchergruppen kämen aus allen Bevölkerungsschichten und ganz besonders gerne diskutiere sie mit den zahlreichen Schulklassen. Häufig bekomme sie dabei zu hören, dass der in Berlin erlebte politische Alltag ja ganz anders sei als in den bekannten Augenblickaufnahmen der Medien.
„Während meiner Zeit als Vizepräsidentin habe ich daher die Information der Bevölkerung und gerade der Jugendlichen als eines meiner Schwerpunktthemen vorgenommen“, so Kastner. Dafür setzte sie sich noch immer stark ein. Es sei ihr weiter ein persönliches Anliegen, dass sich die Bürger mit politischen Zusammenhängen beschäftigen und sich mit der parlamentarischen Demokratie in Deutschland auseinandersetzen. In der Bundeshauptstadt Berlin gebe es großartige Planspiele „Jugend und Parlament“ sowie Jugendmedientage, wo Jugendliche und junge Erwachsene Politik hautnah erleben können. „Dabei erfahren sie direkt den Wert der Demokratie, von Zivilgesellschaft und politischem Engagement.“ In der Bundesrepublik Deutschland seien grundlegende Rechte und Gleichheitsgrundsätze im Grundgesetz verankert, erinnerte Kastner in flammender Rede. Davon könnten Menschen andernorten nur träumen. Frieden und Freiheit, wie in Deutschland seit über 60 Jahren bereits Alltag, ist für andere Menschen etwas höchst Erstrebenswertes, für das viele sogar bereit seien, ihr eigenes Leben einzusetzen, erinnerte Kastner mit aktuellem Blick auf arabische Länder. Freie Wahlen und ein demokratisches Parlament wie in Deutschland seien auch heute noch auf der Welt keineswegs selbstverständlich.
„Wir können und sollten stolz sein auf die Errungenschaften unserer parlamentarischen Demokratie, für die mutige Menschen einst auch hier in Deutschland gekämpft und ihr Leben gelassen haben, so Kastner. Auch unterstrich sie Artikel 20 des Grundgesetzes, der besagt, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Die Wanderausstellung soll informieren, neugierig machen und zur Diskussion anregen. Dabei sei es durchaus erwünscht, dass auch kritisch gefragt, diskutiert und Anteil genommen wird am lokalen und bundespolitischen Geschehen. Die Ausstellung kann bis einschließlich 13. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten der Sparkasse besichtigt werden. (ger) +++
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