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30. städtischen Bläsertreffen war Augen- und Ohrenschmaus zugleich

30.05.12 - Mühlbach - Zum 30. städtischen Bläsertreffen säumten viele Zuschauer bei prächtigem Sonnenschein den Festzug durch die Löhriether Straße hinunter in den Klostergarten des ehemaligen Klosters der Heiligen Familie. Der zeigte sich nicht nur fein herausgeputzt von seiner schönsten Seite, es ließ sich schon am Vortag unter schattenspendenden Bäumen gemütlich sitzen und der Musik lauschen von verschiedenen Kapellen. Den Festzug begleiteten verschiedene Musikkapellen aus dem gesamten Landkreis kommend, die Musiker schmuck anzusehen in ihren verschiedenen Trachten. Neben der Feuerwehr begleiteten auch Abordnungen von Vereinen aus Mühlbach sowie Honoratioren der Stadt den Festzug. Gut aufgelegt zeigten sich Kinder aus dem Mühlbacher Kindergarten, die unterwegs mit „Helau-Rufen“ die Lacher auf ihrer Seite hatten. Selbst die königlich privilegierte Schützengesellschaft aus Bad Neustadt war mit einer Abordnung vertreten.

 Der Einzug in den weitläufigen Pfarrgarten geriet zum Augen- und Ohrenschmaus zugleich. Wie stets zu solchen Anlässen versammelten sich zunächst alle Musiker und natürlich in dichten Trauben die begeisterten Bürger der Umgebung. Mit einer kurzen Ansprache wandte sich Bürgermeister Bruno Altrichter an Musiker und Publikum. „Schön, dass Sie alle da sind, um gemeinsam das 30. Städtische Bläsertreffen zu feiern“, begrüßte er die Menschen launig vom Podest herab. Altrichter dankte ausdrücklich allen Musikern, die das ganze Jahr über zu allen nur möglichen Anlässen zur Stelle sind, wenn man sie braucht. „Bleiben Sie der Musik treu“ rief er den Musikern bittend zu. Auch bat er eindringlich darum, die Jugend zum Musizieren zu animieren, in die jeweiligen Musikvereine einzubinden und so den klingenden Landkreis lebendig zu erhalten. In Vertretung von Landrat Thomas Habermann zitierte er dessen Wunsch, dass auch künftig junge Leute zusammen mit Erwachsenen und Senioren musizieren, denn einerseits verbinde Musik ohnehin alle Menschen und Generationen und andererseits gebe es kaum etwas Schöneres, als wenn Großeltern und Enkel zusammenhalten. An die Schützen gerichtet dankte Altrichter mit launigen Worten für ihr Kommen. „Ich weiß, dass bei Euch bald ein eigenes großes Fest ansteht, dann könnt ihr davon ausgehen, dass wir alle auch zu Euch kommen“, versicherte der Bürgermeister sehr zur Freude der Zuhörer.

Mit gleich zwei Märschen ließen alle Musiker gemeinsam ihre Instrumente erklingen. Das wohlbekannte Frankenlied dirigierte Philipp Metz (Musikverein Lebenhan) und den lebhaften Marsch „Gruß aus Würzburg“ Gosbert Maisch vom gastgebenden Mühlbacher Musikverein. So wie die Musiker sich zu einem phänomenalen Massenchor vereinten, so sollten auch die wechselnden Dirigenten Einigkeit demonstrieren. Tanja Domes vom Musikverein der Gartenstadt dirigierte die Bayernhymne mit der Aufforderung zum Mitsingen. „Gott mit dir, du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland. Über deinen weiten Gauen walte seine Segenshands. Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau, und erhalte dir die Farben Deines Himmels, Weiß und Blau.“ - Der Himmel zeigte sich dazu tatsächlich in satten und freundlichen Farben. Bezirksdirigent Jürgen Weyer stimmte abschließend zum Deutschlandlied an. Zum Finale reckten wie stets bei solchen Anlässen alle Musiker ihre Instrumente gen Firmament: welch ein herrlicher Anblick rundum. Anschließend ließ es sich noch gut sitzen im Pfarrgarten, bevor das städtische Bläsertreffen am Abend mit dem Musikverein Brendlorenzen und böhmischer Blasmusik seinen Ausklang fand.
BU: „Instrumente hoch“ hieß es beim 30. Städtischen Bläsertreffen zum Finale nach dem Festumzug durch Mühlbach. Foto Partl +++


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