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Eschenbrunnen beim Neustädter-Haus saniert - Feierstunde für viele Helfer

30.07.10 - Bischofsheim - Unterhalb des Neustädter-Haus liegt der Eschenbrunnen. Seit Jahren schon war er unbeachtet und drohte mehr und mehr zu überwachsen. Doch auf Initiative des Ehrenvorsitzenden des Bad Neustädter Rhönklubs und Alt-Landrat Gottfried Miller wurde der Brunnen in diesem Jahr von den Brunnenfreunden aus Oberweißenbrunn von Grund auf saniert und die Anlage neu gestaltet. In einer kleinen Feierstunde wurde allen Akteuren gedankt.

Bildunterschrift: Der Eschenbrunnen unterhalb des Neustädter Haus wurde saniert. In einer kleinen Feierstunde versammelten sich die Akteure. Das Bild zeigt von links: Hans Schrenk (Brunnenfreunde), Bürgermeister Udo Baumann, Helmut Simon (Brunnenfreunde), Günther Maisch (Naturschutzwart Rhönklub Bad Neustadt), Gottfried Miller, Klaus Spitzl (Geschäftsführer Naturpark), Elmar Büttner (Naturpark), Rudolf Demling (Vorsitzender Rhönklub Bad Neustadt), Thomas Börner (Baumchirurg), Johann Schrenk (Brunnenfreunde), Ingrid Wörle (stellvertretende Vorsitzende Rhönklub Bad Neustadt) und Karl Back (Brunnenfreunde). Foto: Eckert


Der Vorsitzende des Rhönklub Bad Neustadt Rudolf Demling begrüßte neben Bürgermeister Udo Baumann und dem Geschäftsführer des Verein Naturpark und Biosphärenreservat Klaus Spitzl, die Brunnenfreunde aus Oberweißenbrunn sowie Freunde und Förderer des Neustädter Hauses. Einen Rückblick gab Gottfried Miller selbst. Die Quelle diente ursprünglich einmal den Bauern aus Unterweißenbrunn als Viehtränke. Für das 1927 erbaute erste Neustädter Haus war sie der Hausbrunnen bis zur Fassung einer höher gelegenen Quelle mit Zuleitung zum Haus. 1972 wurde vom Arbeitsdienst des Rhönklubs Bad Neustadt unter der Bauleitung von Wanderfreund Anton Appl eine Kneipp-Anlage mit einer Feuerstelle errichtet. Im Trockenjahr 1976 wurde mittels eines Aggregates kurzfristig Wasser vom Eschenbrunnen zum Neustädter Haus gepumpt.

1996 war die Rohrleitung des Brunnenschacht zum Wasserbecken defekt. Der Brunnen wurde saniert, eine neu Rohrleitung zum Wasserbecken verlegt und eine Natursteinverkleidung mit Auslaufrohr angebracht. 2010 nun wurde der Brunnen von den Brunnenfreunden aus Oberweißenbrunn unter Leitung von Helmut Simon neu gestaltet. Vom Naturpark wurde eine Sitzgruppe aufgestellt, so dass das Areal um den Brunnen nun eine schöne Erholungsanlage ist. Beide Maßnahmen sponsorte Gottfried Miller, der von Naturschutzwart Günther Maisch mit Rat und Tat unterstützt wurde.

Die Quelle hat ihren Namen vermutlich von der nebenstehenden alten Esche bekommen. Diese wurde im vorigen Jahr von Baumchirurgen Thomas Börner saniert. In alten Karten sei jedoch auch Eichenbrunnen zu lesen. Für Gottfried Miller im Grunde unerklärlich, da weit und breit keine Eichen zu sehen seien. „Vermutlich ein Schreibfehler“, so Miller. Helmut Simon gab einige Informationen zur baulichen Abfolge. Im Grunde sei der Brunnen an nur zwei Tagen fertig gestellt worden. Mit schwerem Gerät sei die Brunnenfreunde zu Werke gegangen, um die großen Steine zu bewegen. Das es sich schon früher um einen Kneippbrunnen handelte waren die Brunnenfreunde bestrebt erneut eine kleine Kneippanlage zu errichten. Für die Brunnenfreunde aus Oberweißenbrunn ist es in zehn Jahren die 14. Anlage, die geschaffen wurde. Wieder ist es ein Naturbrunnen mit Bachauslauf, in Natursteinen gefasst. Neben dem Brunnen steht ein Stein mit eine Tafel, auf der an die Geschichte des Eschenbrunnen erinnert wird.

Im Grunde wollten die Oberweißenbrunner Brunnenfreunde ja keinen weiteren Brunnen bauen. Ihr Einsatzgebiet umfasst den Bereich von der Schwedenschanze bis zum Kreuzberg. Doch Gottfried Miller, der vor drei Jahren bei einer Brunnenführung von Helmut Simon mit dabei war, ließ nicht locker bis er Helmut Simon für sein Projekt am Neustädter Haus gewinnen konnte. „Die Oberweißenbrunner Kollegen haben dann auch voll hinter dem Vorhaben gestanden“, so Simon. Eindringlich bat er alle, die hier rasten und ruhen werden, die Anlage sauber und instand zu halten.

Der Naturpark habe sich gerne engagiert, erklärte Klaus Spitzl und zollte Gottfried Miller seinen Respek für dessen Tatkraft. Bürgermeister Udo Baumann freute sich über dieses gelungene wieder Inbetriebnahme des Eschenbrunnens und dankte sowohl Gottfried Miller als auch den Brunnenfreunden. Der Platz diene künftig den Rhönklub Mitgliedern als auch Gästen und Einheimischen als wunderschönes Ruheplätzchen. Die Kneippmöglichkeit sei eine große Bereicherung. Gottfried Millers Pläne rund um das Neustädter Haus sind mit dem Eschenbrunnen noch nicht zu Ende. Derzeit plant er einen Seniorenweg mit Ruheplätzen und Aussichtpunkt. Unter anderem wird auch der Eschenbrunnen in diesen Rundweg einbezogen. Noch im Oktober möchte Miller den Seniorenweg eröffnen. (me) +++


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