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"Plant-for-the-Planet" pflanzt Bäume - Werner-von-Siemens-Schule macht mit

20.07.10 - Bad Neustadt - Bäume für Klimagerechtigkeit pflanzt die weltweite Organisation „Plant-for-the-Planet", an der sich in Bad Neustadt auch die Werner-von-Siemens-Realschule beteiligt. Jüngst setzten Schüler die Arbeit im „Schulwald der Stadt“ auf dem Altenberg fort.

Bildunterschrift: Schüler der Werner-von-Siemens-Realschule Bad Neustadt erhielten Anerkennungsurkunden für den Einsatz im Schulwald. Mit im Bild sind Revierförster Holger Tillmann (unten links) mit Lehrerin Belinda Hauck. Foto: Partl.



In der Kreis- und Badestadt hatte alles 2008 begonnen - mit dem Wunsch der Biologielehrerin Belinda Hauck, die alljährlich zusammen mit den Fünftklässlern an der Werner-von-Siemens-Realschule auf dem Schulberg der Stadt einen Baum anpflanzt. Doch irgendwie sei das sowohl ihr selbst als auch den Schülern und der Schulleitung zu wenig gewesen, um einen wirklichen Beitrag für die Umwelt zu leisten. So entstand eine Gemeinschaftsaktion im Bund Naturschutz, Forstamt und Stadt Bad Neustadt, die auf dem Altenberg ein rund 5.000 Quadratmeter Stück Wald zur Verfügung stellte. Revierleiter Holger Tillmann, Forstamtmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt, verhehlte seine Bewunderung bei der jüngsten Übergabe von Anerkennungsurkunden nicht.

„Solche Helfer könnte ich respektive der Wald noch viel mehr und öfter brauchen" lobt er Einsatz und Engagement der Jugendlichen. Dass nahezu alle 2.500 Schösslinge angegangen sind und sich in der Zwischenzeit auch gut entwickelt haben, sei ein überaus gutes Zeichen, so der Revierleiter. Das sei wahrlich nicht immer so und von Schülerhand, also von Laien ausgeführt, gar nicht erwartet worden. Auch dies spreche von „ungeheurem Engagement", würdigte er die Leistungen der Schüler. Die Wälder müssen vorbereitet werden für die bereits spürbare Klimaveränderung, so der Revierleiter. Die bislang noch im Schulwald stehenden standortfremden Kiefern müssen weichen, sobald die angepflanzten Laubhölzer groß genug sind. Ein paar Jahre wird dies freilich noch dauern, so lange sollen sie noch den Schutz der großen Nadelbäume genießen.

Von Anbeginn in das Programm eingebunden war die Umweltreferentin Franziska Burmester, die sich vordringlich um organisatorische Aufgaben kümmert. Sie war es auch, die den Baum des Jahres vorstellte, denn die Vogelkirsche soll zu den bereits jährlich angepflanzten Bäumen eines Jahres auf dem Gelände der Werner-von-Siemens-Realschule angepflanzt werden. Frage sich noch, wer die Kosten für den Baum des Jahres 2011 übernehmen werde, fragte sie spitzbübisch in die Runde. Dessen Art steht derzeit noch gar nicht fest. Die Auswahl trifft regelmäßig die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, erläuterte dazu Revierförster Tillmann. Die Kürung erfolgt erst im Herbst.

Spontan angesprochen fühlte sich Bürgermeister Bruno Altrichter. „Wir wollen, dass es gemacht wird“ versicherte er, gleichzeitig die Finanzierung zusagend. Schon in der kommenden Stadtratsitzung wolle er im Gremium um Unterstützung nachfragen. Auf privater Basis, verstehe sich. Gemeinsam werde das sicherlich gehen. Schulleiter Peter Lukes freute sich über die „gelebte Biologie“ an seiner Schule. Auch lobte er Schüler wie Lehrerin über deren Engagement, das weit über den geforderten Schulalltag hinausgehe.

Anerkennungsurkunden erhielten: Christopher Back, Alexander Blank, Timo Bohn, Christopher Brux, Thomas Diemer, Toni Eisenmann, Sven Fuchs, Maximilian Greiner, Christian Hammer, Rico Holzheimer, Dominik Kaiser, Felix Kirchner, Tim Krais, Dominik Kretzschmar, Jonas Krisam, David Marnell, Florian Mayer, Lukas Menninger, Benedikt Müller, Marc Polzer, Stefan Rahm, Markus Schiefhauer, Achim Staude, Maximilian Straub, Tobias Viernickel, Daniel Weipert, Tobias Weisenseel, Felix Werner, Alexander Wöhner und Lukas Ziegler. (ger) +++


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