01.11.07 - Geisa - Die heutige Wartburgreise des Ministerpräsidenten begann in Geisa. Zusammen mit dem Geisaer Bürgermeister Martin Henkel und dem Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs (beide CDU) besuchte der Chrisdemokrat Althaus die Messe zu Allerheiligen in der Stadtkirche. Weil dieser kirchliche Termin länger dauerte als geplant, drohte schon zu Beginn der straffe Zeitplan aus den Fugen zu geraten. Um die verpassten 10 Minuten wieder einzuholen, musste der Besuch des Geisaer Schlosses kürzer als geplant ausfallen. Gut fünf Miniuten nahm sich der Ministerpräsident, um sich vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten zu überzeugen. Auch das Land Thüringen trägt einen Teil der Kosten.
Der Baufortschritt am historischen Schloss
Das rund 300 Jahre alte Bauwerk wird für rund 470.000 Euro saniert. Wie geplant sind die scheinen die Bauarbeiten für diese erste Baustufe noch in diesem Jahr beendet werden zu können – „vorausgesetzt die Witterung spielt mit“, sagte Christoph Kritsch, Bauamtsleiter in Geisa auf Nachfrage von Rhön-aktuell. Im Moment verputzen die Arbeiter die Außenfassade des Schlosses, die dafür mit einem Gerüst „umhüllt“ ist. Heute haben sie damit begonnen, die neuen Fenster einzusetzten. Abgeschlossen sind bereits die Zimmererarbeiten am neuen Dachstuhl und den ebenfalls neuen Gauben. In diesen fehlen noch die Fenster. Das Dach ist bereits mit sogenannten „Bieberschwänzen“ – das sind glatte Ziegeln – fertig eingedeckt. „Ebenfalls abgeschlossen sind die Dachklempnerarbeiten“, berichtete Kritsch. Mit den ersten Sanierungsarbeiten des Hofes vor Schloss und Gericht haben die Bauarbeiter begonnen.
Der Architekt Wilhelm Heumüller vom ortsansässigen Planungsbüro hat bereits den Ausbau der Innenräume geplant. Dazu gehört etwa der Einbau von Heizung und Lüftung. Demnächst soll der Auftrag ausgeschrieben werden. Dieser zweite Bauabschnitt im Inneren des Schlosses soll im nächsten Jahr begonnen und auch fertig gestellt werden. Fertig wird dann auch der Hof. Hier könnten laut Archäologen historische Überreste aus dem Mittelalter gefunden werden. „Wenn wir eine Bagger ansetzten, muss ein Archäologe dabei sein“, erklärte Kritsch vom städtischen Bauamt. „Wenn er was finden, könnten sich die Bauarbeiten uns um vier bis sechs Wochen verzögern“, erklärte er weiter.
Wie teuer wird der zweite Bauabschnitt?
Bund, Stadt und das Land Thüringen teilen sich die Kosten für den laufenden, ersten von zwei Bauabschnitten zu gleichen Teilen. Der städtische Teil wird dabei nicht von Geisa selbst sondern von der Werner-Deschauer-Stiftung bezahlt. Rhön-aktuell.de berichtete Ende Juli ausführlich über die Sanierung: http://www.osthessen-news.de/beitrag_C.php?id=1138829 . Damals brachte der thüringische Minister für Bau und Verkehr einen Zuwendungsbescheid nach Geisa. Über die Kosten für den Innenausbau des Schlosses konnte der Bauamtsleiter heute noch keine Angaben machen. Das zuständige Planungsbüro Heumüller wollte intern vorliegende Kostenberechnungen nicht veröffentlicht wissen.
Die Point Alpha Stiftung zieht ins Schloss
In der ersten Etage des historischen Gebäudes wird die Point Alpha Stiftung ihre Büros einrichten. Die Stiftung soll die Gedenkstätte und das Grenzmuseum Point Alpha tragen. Auch hierzu hat Althaus eine „finanzielle Beziehung“: Die Stiftung erhält aus dem thüringischen Landeshaushalt ein Startkapital von vier Millionen Euro. Ebensoviel zahlt das Land Hessen. Zusammen mit Kreis und Kommunenzuschüssen wird die Stiftung mit einem Startkapital von insgesamt 10 Millionen Euro ausgestattet werden. Weitere Informationen zur Stiftung unter: http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1140317 . (Daniel Kister) +++
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