 | | Die Kids der Volkschule Oberstreu versahen die Hölzer mit Schlupflöchern für die Insekten.Fotos: Eva Wienröder |
 | | Auch die Kinder der Bastheimer Schule halfen kräftig beim Bau ihres Lebensturmes mit. |
 | | Fleißig betätigten sich die Grundschüler aus Ober- und Mittelstreu für den Bau ihrer Nützlingsbehausung. |
 | | Stolz präsentierten die Drittklässler der Besengau-Schule (im Bild mit Schulleiterin Sabina Urban sowie Maik Prozeller und Sebastian Kaufmann vom Umweltbildungsteam) ihr Bauwerk. |
| 17.07.12 - Oberstreu - Der Bau eines Insektenhotels gehört zu den vielen Angeboten im Aktionsprogramm, das der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön für Kindergärten und Schulen bereit hält. Mitarbeiter des Umweltbildungsteams des Vereins haben nun mit den Zweitklässlern der Grundschule Oberstreu und gleich Tags darauf mit Schülern der dritten Klasse der Volksschule Besengau einen „Lebensturm“ aus Naturmaterialien gebaut, eine ganz besondere Behausung für Nützlinge, die nicht nur einer Vielzahl Insekten, sondern auch anderen Tieren, wie Igel und Eidechse, Unterschlupf bietet.
Am Schulhaus in Mittelstreu hatten die Schüler eine schöne, sonnige Stelle im Grünen herausgesucht, wo der urige Lebensturm seinen Platz bekommen sollte. Die Männer vom Umweltbildungsteam, Michael Dohrmann, Maik Prozeller und Sebastian Kaufmann, der sich im Rahmen seines freiwilligen ökologischen Jahres für eine Projektarbeit intensiv mit dem außergewöhnlichen Nützlingsdomizil befasst hat, fanden eine eifrige Helfertruppe vor. Die Kids bekamen gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln aus der Natur eine tolle und auch langlebige Behausung für die Tiere hinbekommen kann und machten sich unter fachlicher Anleitung mit Astschere, Säge und Akkubohrer „bewaffnet“ ans Werk.
Der Lebensturm bietet Brut- und Überwinterungsplätze für verschiedenste Tiere auf mehreren „Etagen“. Ein Teil des „Erdgeschosses“ des Lebensturmes, der durch dicke, fest im Boden eingelassene Pfähle und Querverbindungen aus Holz zusammengehalten wird, wurde von den Kindern mit Steinen ausgefüllt, um so „Wohnraum“ für Eidechse, Blindschleiche & Co zu schaffen. In den anderen Teil kamen dann reichlich Zweige von Laub- und Nadelbäumen und Baumrinde. In den Zwischenräumen fühlen sich Käfer und auch der Igel wohl, wie die Kinder von den Leuten des Umweltbildungsteams erfahren konnten. Im nächsten Stockwerk wurden dann Hölzer aufgeschichtet, wo sich schon bald in den Nischen die ersten Insekten einquartieren werden. Am Schluss wurde der Turm noch mit Holzscheiben behangen. Die Mädchen und Jungen hatten die Scheiben mit Bohrlöchern versehen, die ebenso wie Stücke aus zusammengerollten Schilfmatten gerne von Solitärbienen aufgesucht werden. Die nützlichen Insekten überwintern dort nicht nur, sie legen auch ihre Eier dort ab.
Auch in Bastheim waren die Mädchen und Jungen emsig am Werkeln und hatten viel Spaß dabei. Die Schüler der Besengauschule sind ebenso wie ihre Altersgenossen aus Ober- und Mittelstreu nun schon ganz gespannt darauf, wann die ersten Tiere Einzug in das Quartier halten. Unterstützt wurde die Schulaktion von der Firma Bionade, die in den Vorjahren auch schon beim Bau von Insektenhotels auf Rhöner Holunderfeldern mit von der Partie war. Bionade-Mitarbeiter Roger Omert erzählte den Schülern vom Holunderanbau und wie die Bionade entsteht. Natürlich hatte er zur Erfrischung für die kleinen Baumeister auch reichlich Getränke mitgebracht. (eva) +++
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