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Haus der Begegnung: „Mit Gott in unserem Herzen"

 

17.07.12 - Bischofsheim-Oberweißenbrunn - Verbunden mit dem 50. Weihejubiläum der Kirche Oberweißenbrunn war die Segnung der ehemaligen Alten Schule, die nach ihrer grundlegenden Sanierung nun als „Haus der Begegnung“ der  Kirchengemeinde zur Verfügung steht. Mit diesem Haus verwirkliche sich die Vision und das Leitbild der Pfarrgemeinde, es wurde die Voraussetzung geschaffen eine „frohe, offene  und lebendige Gemeinschaft" zu sein, so Pfarrgemeinderatsvorsitzender  Bernhard Eisenmann. „Mit Gott in unserem Herzen.“

Es soll eine Gemeinschaft sein, in der jeder Mensch angenommen ist und sich aufgehoben fühlt. Das Haus der Begegnung zeige erneut eindrucksvoll, welch ein  Gemeinschaftsgeist in der Gemeinde vorhanden sei, denn 2.913  Arbeitsstunden wurden ehrenamtlich für diese Haus geleistet. 3.690 Euro  wurden von Bürgern gespendet. Die Überlegungen im Rahmen der Dorferneuerung, was mit der ehemaligen  Schule geschehen soll reichen bis ins Jahr 2007 zurück. 2010 wurde die  Entscheidung getroffen, dass die untere Schule künftig als Pfarrheim  genutzt und generalsaniert wird. Finanzierungsgespräche wurden mit der  bischöflichen Finanzkammer geführt, ebenso wurden Zuschüsse vom Amt für  ländliche Entwicklung zugesagt. Im Juni 2011 wurde mit der Entrümpelung und den Abbrucharbeiten  begonnen. Es folgte eine komplette Erneuerung der Elektroinstallation,  Wasser- und Abwasserinstallation und der Einbau einer neuen  Heizungsanlage. Ein komplett neuer Innenausbau erfolgte mit Innendämmung  des Dachgeschoss, neuen Ständerwänden im Dachgeschoss und  Gipskartonplatten an den Wänden und Decken, der Isolierung und Dämmung  des Fußbodens, Verlegung neuer Fußbodenbeläge.

Es wurden neue Türen und  Fenster eingebaut und die Sanitäranlagen gänzlich erneuert. Die  Generalsanierung der Außenfassage umfasst die Trockenlegung der  Fundamente, die Restaurierung des Sandsteinsockels, das Anbringen eines  Vollwärmeschutzes an den Außenwänden und ein neuer Außenputz, die  Dachvorsprünge wurden entsprechend erweitert. Nach Abschluss der  Tapezier- und Malerarbeiten erfolgte die Innenausstattung mit Einbau  einer Küche, Vorhängen und Gardinen und neuen Möbeln. Die Generalsanierung wurde genau nach dem Bauzeitenplan von Kurt Fischer  in nur sechs Monaten durchgeführt. Das Haus wird heute den Anforderungen  zur Energieeinsparung gerecht. Zu den Baukosten gab Kirchenpfleger Roman Vorndran Auskunft. Die  Innen-Baukosten betrugen knapp 88.000 Euro, die Außenbaukosten beliefen  sich auf 56.000 Euro. Für die Inneneinrichtung und Ausstattung wurden  25.000 Euro ausgegeben. Die Eigenleistung der Helfer beziffert er mit  30.000 Euro und die Leistungen der Stadt Bischofsheim mit 25.000 Euro,  so dass eine Gesamtsumme von 226.000 Euro zusammen kam.

Damit wurde die  Kostenschätzung um über 50.000 Euro unterschritten. Die Bischöfliche Finanzkammer bezuschusste das Projekt mit 135.000 Euro,  das Amt für ländliche Entwicklung mit 29.000 Euro. Ein Dank ging an die  Stadt Bischofsheim und an Bauhofleiter Kurt Fischer, der die Bauleitung  inne hatte. Vor Ort war zudem Gustav Schrenk tätig, er koordinierte die  Eigenleistung. „Sie gaben ein zügiges Tempo vor“, erinnerte Vorndran an  den schnellen Baufortschritt. Bürgermeister Udo Baumann, der in seinem Grußwort sowohl zum  Weihejubiläum der Kirche wie zur Fertigstellung und Namensgebung des  „Haus der Begegnung“ gratulierte hob Oberweißenbrunns „beispiellosen  Gemeinschaftsgeist“ hervor, dem es zu verdanken sei, dass nun quasi ein  zweites Dorfgemeinschaftshaus der Öffentlichkeit übergeben wurde. Von Seiten des Amt für ländliche Entwicklung bestätigte der Vorsitzende  der Teilnehmergemeinschaft Michael Schneider, dass Oberweißenbrunns  Gemeinschaftsgeist in der Dorfgemeinschaft einzigartig ist. „Mit der  Sanierung und Umgestaltung der unteren Schule zum Haus der Begegnung  wurde ein weiteres Denkmal ihrer Dorfgemeinschaft gesetzt. Seien Sie  stolz auf sich und ihr Dorf.“ Schneider machte klar: „Keine Ortschaft  bekommt ein zweites Dorfgemeinschaftshaus gefördert. Oberweißenbrunn ist  aufgrund des phänomenalen Engagements seiner Bürger die absolute  Ausnahme. Das haben Sie sich und ihrem einzigartigen Einsatz zu  verdanken.“

An zentraler Stelle im Ort trage es maßgeblich zur  Verbesserung des gesamten Ortsbildes bei. „Ein neues Schmuckstück für  den Ort.“ Die kirchliche Segnung für alle Menschen, die im Haus der Begegnung ein  und aus gehen werden, übernahm Pfarrer Manfred Endres. Das Gebäude mit  seinen Möglichkeiten möge dazu beitragen, die frohe Botschaft an die  nächste Generation weiter zu geben. Von Seiten der Sparkasse übergaben Vorstandsmitglied Angelika Zotter und  Bischofsheims Sparkassendirektor Friedbert Herleth einen Scheck in Höhe  von 1.000 Euro und lösten damit ein Versprechen gegenüber Bürgermeister  Udo Baumann ein, als die Sparkasse mit ihrer Geschäftsstelle aus dem  Gebäude auszog. Ein Haus der Begegnung sei das Gebäude im Grunde schon  immer gewesen, befand Angelika Zotter. Als Schule begegneten sich hier  die Schüler, später als Sparkassen Zweigstelle war es eine reger  Kommunikationsort und nun ist es wieder ein Haus für die ganze Gemeinde,  ein Haus der Begegnung eben (me). +++


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