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"Aus die Maus! Menschen, Mäuse, Mausefallen“ Ausstellung im Freilandmuseum

Mausefallen unterschiedlichster Machart können im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen von den Besuchern bestaunt werden.

 

Die „Oberndorfer Barden“ sorgten für die gelungene musikalische Ausschmückung der Ausstellungseröffnung mit mittelalterlichen Klängen.

 

 

Waren sichtlich amüsiert über die Methoden der Mäusejagd: Museums-Zweckverbandsgeschäftsführer Karsten Eck, Freilandmuseumsleiterin Dr. Sabine Fechter, Fladungens Bürgermeister Robert Müller, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Dr. Jürgen Weisser und Heinrich Hacker (von links).

 

Dieser Nager wurde zwar in einer Lebendfalle gefangen, aber wohl darin vergessen...

 

 

 

24.07.10 - Fladungen - Mit „Aus die Maus! Menschen, Mäuse, Mausefallen“ wurde jetzt eine neue Sonderschau im Fränkischen Freilandmuseum eröffnet. In der Ausstellung wird anhand von mehr als 100 Exponaten sowie Bild- und Texttafeln auf unterhaltsame Weise die Kulturgeschichte der Maus-Mensch-Beziehung dokumentiert. Von Mäusejagd, Mäuseplagen, süßen Knuddel-Mäusen, Mickey Mouse und Computermäusen – veranschaulicht wird auch der Paradigmenwechsel des einst so unliebsamen Hausgenossen.

Konzipiert wurde die Ausstellung 2001 von dem Stuttgarter Kulturwissenschaftler Dr. Jürgen Weisser für das Braith-Mali-Museum in Biberach/Riß, in Fladungen wurde sie unter der Regie von Heinrich Hacker M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter des Freilandmuseums, arrangiert und mit Exponaten aus dem eigenen Museumsfundus und dem Rhönmuseum sowie mit privaten Leihgaben erweitert.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Mausefallen in allen nur erdenklichen Macharten aus der umfangreichen Sammlung von Frank Dähling aus Eppingen. Ein ganzes Kuriositätenkabinett eröffnet sich dem Besucher. Von einfachen Fallen bis hin zu ganz perfiden und ausgeklügelten Apparaturen reicht die Bandbreite der Exponate. Auch wenn das Töten von Mäusen brutal anmuten mag, muss man dabei bedenken, dass Mäuse und Ratten mit ihrer massenhaften Vermehrung und ihrem unstillbaren Hunger einst eine lebensbedrohliche Gefahr für die ländliche Bevölkerung darstellten und Sinnbild für Krankheit, Tod und Unglück waren, unterstrich Ausstellungsmacher Dr. Jürgen Weisser bei der Eröffnung der Sonderschau. Diese Tatsache war auch Anlass dafür, dass sich das Fränkische Freilandmuseum Fladungen der Kulturgeschichte der Schädlingsbekämpfung angenommen hat, wie der Vorsitzende des Museums-Zweckverbandes, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, erklärte.

Fladungen ist elfte Station der Sonderausstellung, welche mittlerweile eine der besucherstärktsten und erfolgreichsten Wanderausstellungen in Deutschland ist. Das Mäuse-Thema stößt wohl auch hierzulande auf großes Interesse, dies zeigte sich bereits beim Besucherzuspruch am von den „Oberndorfer Barden“ mit mittelalterlicher Musik ansprechend umrahmten Eröffnungsabend. Unter der Besucherschar fanden sich auch bekannte Gesichter aus dem öffentlichen Leben, u.a. Landtagspräsident a.D. Johann Böhm.

Die Familienausstellung, die auch eine Kinderecke beinhaltet, kann bis zum Saisonende am 31. Oktober 2010 während der Museumsöffnungszeiten täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden.+++


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