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Wirtschaftsdaten des Stadtwaldes "im Lot" - Fichte als Haupteinnahmequelle

19.07.10 - Bischofsheim - Die Stadt Bischofsheim hat am Forstbetriebsvergleich 2009 teilgenommen. Das Ergebnis gab Otfried Pankratius von der „von Waldthausen`schen Forstverwaltung“ in Gersfeld nun dem Stadtrat bekannt. Außerdem berichtete er über die Aktivitäten im ersten Halbjahr im Stadtwald und legte eine Halbjahresbilanz vor.

Im Forstbetriebsvergleich wird der Bischofsheimer Stadtwald mit anderen vergleichbaren Betrieben verglichen, die über ähnliche Strukturen verfügen. Dabei gehe es darum, die eigenen Schwächen und Stärken zu erkennen und weiter zu entwickeln. „Von den Besten lernen“, sei das Ziel des Vergleichs. Dabei möchte Pankratius nicht die Vergangenheit aufarbeiten oder die Arbeitsweise des Forstamtes bewerten. Vielmehr gehe es um die Zukunft, um die Erarbeitung der kritischen Parameter, um diese zu kontrollieren und optimieren. Durch den Vergleich werde auch für den eigenen Betrieb eine Kontrolle der Entwicklung möglich. Die erste Datenerhebung sei noch sehr lückenhaft und müsse nun erst nach und nach konkretisiert werden, erläuterte Pankratius. Der Bischofsheimer Stadtwald bestehe zu 60 Prozent aus Buchen, 23 Prozent Fichte, 14 Prozent Kiefer und 3 Prozent Eiche. Die Datenerhebung ergab, dass in der Vergangenheit die Einnahmen zum Großteil aus der Fichte erzielt wurden, was auf Dauer jedoch nicht möglich sei. Hier müsse künftig entsprechend gesteuert werden.

Die Einnahmesituation sei relativ in Ordnung, doch auf der Ausgabenseite fressen hohe Lohn- und Unternehmerkosten die Einnahmen wieder auf, lassen das Ergebnis zusammen schmelzen. Im ersten halben Jahr wurde der Wald für die Erweiterung des Steinbruchs geräumt. Im Koppelwald bei Unterweißenbrunn wurden Durchforstungsarbeiten vorgenommen, Pflegerückstände in der Kiefer aufgearbeitet und Rückegassen angelegt. Dabei fielen 1.100 Festmeter an. Außerdem wurden Durchforstungen in der Buche vorgenommen, es fielen 1.900 Festmeter Industrieholz an.

Beim Brennholz bestand rege Nachfrage, konnte Pankratius dem Stadtrat mitteilen. Der Einschlag sei bisher zu 50 Prozent abgewickelt und liege bei 4.460 Festmetern. Die Einnahmen und Ausgaben liegen im Rahmen des Haushaltsplanes. (me). +++


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